Ausstellung zu Komponistinnen im 20. und 21. Jahrhundert
Komponistinnen sind in der Musikgeschichte bis heute oft unsichtbar. Eine von Studierenden gestaltete Posterausstellung lädt dazu ein, ausgewählte Komponistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts neu zu entdecken und ihre vielfältigen Klangsprachen kennenzulernen. Ein besonderer Fokus liegt auf Leben und Werk von Annette Schlünz, die im Januar 2026 auch persönlich Einblicke in ihre Arbeit gab.

„No matter what her achievements might be, when the time comes, a woman is expected to knuckle under …“ (Pauline Oliveros: „And Don't Call Them ‘Lady’ Composers“, in: The New York Times, 13. September 1970).
In der Musikgeschichte bleiben Komponistinnen bis heute meist unsichtbar. Marginalisierung und strukturelle Hürden verdecken die kompositorische Vielfalt, die unterschiedlichen Klangsprachen und zukunftsweisenden Perspektiven auch in der zeitgenössischen Musik.
Die Posterausstellung, die Studierende des Seminars „Zeitgenössische Klangwelten – Contemporary Music Laboratory“ (Leitung: Sonja Welsch) gestalteten, lädt dazu ein, ausgewählte Komponistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts (neu) zu entdecken.
Einen Schwerpunkt bildet Leben und Werk von Annette Schlünz, die neben einem großen Oeuvre von Kammermusik bis Oper auch zahlreiche pädagogische Werke komponiert hat und mit der Vermittlung von zeitgenössischer Musik internationale Schulprojekte und Komponist:innenklassen leitet. Am 19.01.2026 gab sie im Rahmen eines Gastvortrages und Workshops einen Einblick in ihre Arbeit. Die Ausstellung ist im Erdgeschoss von Gebäude 3 bis zum 10. Februar 2026 zu sehen.