PHKA im Rathaus
Einmal im Jahr präsentiert die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) ausgewählte Forschungsprojekte im Rathaus am Marktplatz. Die Veranstaltung mit kurzen Vorträgen, Posterausstellungen und Mitmachaktionen steht allen Bürger:innen offen. Sie bietet Gelegenheit, sich über neueste gesellschaftsrelevante Forschung zu informieren und mit Wissenschaftler:innen der PHKA ins Gespräch zu kommen. Die Stadt Karlsruhe und die Hochschulleitung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe laden herzlich dazu ein.
KI in der Bildung: Chancen gestalten - Qualität sichern
Donnerstag
2026
18:00 bis 19:30 UhrOrt:
Rathaus am Marktplatz, Karl-Friedrich-Straße 10, 76133 Karlsruhe
Veranstalter:
Stadt Karlsruhe und Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um vorherige Anmeldung über dieses Online-Formular.
Programm
Ab 17.30 Uhr:
Mitmachangebote und Posterausstellung
Ab 18.00 Uhr:
Grußworte
- Yvette Melchien, Bürgermeisterin für Jugend, Soziales, Schulen, Sport, Bäder und Migrationsfragen der Stadt Karlsruhe
- Prof. Dr. Götz Schwab, zukünftiger Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Die Moderation des Abends hat Vertr.-Prof. Dr. Anne Frenzke-Shim, PHKA-Institut für deutsche Sprache und Literatur, inne.
Vortrag 1 - Prof. Dr. Bernhard Standl, Informatikdidaktik: Das ist KLEVER – KI-gestützte Lehrentwicklung für Vermittlung, Erprobung und Reflexion
Künstliche Intelligenz verändert bereits heute, wie Wissen entsteht, verarbeitet und vermittelt wird, auch in Schule und Unterricht. Das Projekt KLEVER an der Karlsruhe School of Education (KSE), einer gemeinsamen Einrichtung von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe und Karlsruher Institut für Technologie, untersucht, wie angehende Lehrkräfte auf den reflektierten und didaktisch sinnvollen Einsatz von KI vorbereitet werden können. Herzstück des Projekts ist ein modularer Methodenkoffer, der KI-gestützte Lehr- und Lernformate für die Lehrkräftebildung entwickelt und in bestehende Seminare integriert. Lehramtsstudierende erproben diese Ansätze praxisnah und reflektieren deren Chancen und Grenzen für den späteren Einsatz im Unterricht.
Vortrag 2 - Gloria Goller, Deutschdidaktik: Deutschunterricht in der digitalen Transformation: Potenziale dialogischer KI
In einer zunehmend digitalisierten und mediatisierten Welt spielt auch der Deutschunterricht eine entscheidende Rolle, um Schüler:innen auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Künstliche Intelligenz (KI) rückt dabei immer stärker in den Fokus. In diesem Kurzvortrag wird darauf fokussiert, wie KI als Dialogpartner im Deutschunterricht eingesetzt werden kann, um das Schreiben und das kritische Denken der SchülerInnen zu unterstützen.
Vortrag 3 - Prof. Dr. Claudia Wiepcke und Marie Tuchscherer, Ökonomiedidaktik: Qualität statt Hype - Der EdTech-Index als Kompass für digitale Bildungsmaßnahmen
Die fortschreitende Digitalisierung geht mit einer wachsenden Zahl digitaler Bildungsmaßnahmen einher, was Qualitätsanforderungen in den Fokus rückt. Der Beitrag liefert einen kompakten Qualitätsrahmen – den EdTech-Index für digitale Bildungsangebote – und stellt zentrale Qualitätsmerkmale für digitale Maßnahmen vor. Anhand eines Beispiels aus der Beruflichen Orientierung wird vorgestellt, wie sich digitale Bildungsmaßnahmen systematisch prüfen lassen.
Vortrag 4 - Prof. Dr. Konstanze Schütze, Anna Maria Sprenger und Anja Lomparksi, Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung: From Creation to Collaboration?! – Generative KI-Technologien in der Kunstpädagogik
Künstliche Intelligenz stellt Gesellschaft, Arbeitswelt und Politik vor erhebliche Herausforderungen und ist ganz lebenspraktisch in den Mittelpunkt schulischer und universitärer Debatten gerückt. Auch im Kontext künstlerischer Bildung entsteht der Wunsch nach dezidierten Handlungsempfehlungen, nachvollziehbaren Infrastrukturen und fundierter Reflexion. Drei aktuelle Forschungsprojekte der Professur Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung (Institut für Kunst) untersuchen generative KI-Technologien in ihrem Verhältnis zu künstlerischen Strategien und kunstpädagogischen Konzepten.
Ioanna Dimitroula, Jonas Gerlich (Master Kulturvermittlung) und Laura Glöcke (MA Lehramt Kunst) stellen Prototypen aus dem Lehr-/Forschungsprojekt vor.
Fragen und Diskussion
Alle fünf Referent:innen stellen sich den Fragen des Publikums. Durch die Diskussionsrunde führt Vertr.-Prof. Dr. Anne Frenzke-Shim.
Ab 19:30 Uhr
Empfang
Im Anschluss lädt die Stadt Karlsruhe zu Saft und Brezeln. Hier gibt es die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und eine Posterausstellung sowie Mitmachangebote bieten weitere Einblicke in das Thema.
- Die Teachable Machine - Ein spielerischer Einstieg in die KI: Die Teachable Machine ist ein webbasiertes Tool, mit dem sich Modelle für maschinelles Lernen schnell und einfach erstellen lassen. Es eröffnet Schüler:innen ein Fenster in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Ohne Programmierkenntnisse können sie eigene KI-Modelle trainieren und so komplexe Konzepte auf intuitive Weise begreifen. Im Mitmachangebot des Instituts für Informatik und digitale Bildung erfahren Interessierte, wie die Teachable Machine in den (Informatik-)Unterricht integriert werden kann.
- Wird die Katzenklappe aufgehen oder nicht? Bei dem Mitmachangebot CAT CLASSIFIER des Algorithmic Literacy Lab* (Institut für Kunst) haben Teilnehmende die Möglichkeit, eine virtuelle Katzenklappe so zu trainieren, dass sie Katzen von Hunden unterscheiden kann. Gefüttert wird das System mit eigenen Bildern. Das Kartenset LEARNING ABOUT MACHINES bietet Impulse für die kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen in menschengemachten Systemen.
- Katzen und Hunde sortieren: Bei diesem Mitmachangebot des haben Teilnehmende die Möglichkeit, eine virtuelle Katzenklappe mit der KI-Anwendung Cat Classifier so trainieren, dass sie Katzen von Hunden unterscheidet. Gefüttert wird die KI mit Bildern von Katzen und Hunden. Wird die Katzenklappe aufgehen oder nicht? Eine kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen in menschengemachten Systemen.
Posterausstellung
- Informatik
- Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung: ComeArts und AI4ArtsEducation
- Ökonomie und ihre Didaktik
Kontakt
Gäste, die für den Besuch der Veranstaltung Hilfsmittel oder Unterstützung benötigen (zum Beispiel Gebärdensprachverdolmetschung), wenden sich an
Petra Flotho, Hauptamt der Stadt Karlsruhe
Telefon +49 721 133-1512
petra.flotho@ha.karlsruhe.de
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
1
Raum
206
Telefon
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Aktualisiert am 15. April 2026 von Kirsten Buttgereit